Wege der Abenteuer

Rechtliche Hürden bei der Erstellung einer Webseite

An sich will ich auf dieser Seite nur positive Dinge schreiben. Rollenspiel. Abenteuer! Aber ich bin gerade ein wenig genervt darüber, was nötig war, um diese Seite guten Gewissens online zu stellen.

Dies ist eine Hobbyseite, ohne Gewinnerzielungsabsicht. Die "Wege der Abenteuer" Karte ist entstanden, weil ich nach Abenteuern um Gratenfels gesucht habe und es eben noch nichts Derartiges gab. Wenn ich es schon erstellt habe, kann ich natürlich auch die Welt daran teilhaben lassen. Wenn ich schon auf die Abenteuer verlinke, dann kann ich auch einen Affiliate-Link draus machen.

Vermutlich werden die Einnahmen aus den Affiliate-Links niemals die Kosten decken. In den 6 Jahren, die die erste Version online war, habe ich sage und schreibe 2,52€ dran verdient. Nicht pro Jahr. Insgesamt. Das Finanzamt würde hier wohl von Liebhaberei reden.

Affiliate-Links müssen als Werbung gekennzeichnet sein.

Da die Seite nicht hinter einem Passwort ist, brauche ich ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Schließlich findet durch Serverlogs eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten statt, egal was die Seite selber macht. Es ist technisch gar nicht möglich, eine Webseite ohne Datenverarbeitung zu betreiben.

Wenn ich Cookies setzen würde, bräuchte ich einen Cookie-Banner, den so oder so vermutlich 99% ungelesen wegklicken würden. Das mich das Cookie-Thema genervt hat, ist übrigens auch der Grund, warum diese Homepage zu 100% aus statischen Seiten besteht.

Braucht es eigentlich noch einen Disclaimer zur Haftung bei Inhalten von Links? Mir irgendwie unklar. 1998 hat es da ein Urteil vom LG Hamburg gegeben, aber aktuell ist das wohl nicht mehr?

Und das Beste: Jeder einzelne dieser Punkte ist Abmahnbar. Und zwar nicht nur durch Leute, die einen nachweisbaren Schaden durch mein Handeln haben. Keine einzige Umsetzung wird jemals wohl vor jedem Amtsgericht Deutschlands Bestand haben. Geschichten zu merkwürdigen Urteilen in erster Instanz gibt es gerade im Umfeld der IT zu genüge. Aber selbst wenn meine Umsetzungen vor jedem Gericht Deutschlands standhalten würden, wer bezahlt mir den Anwalt, um das durchzusetzen?

Findet diese Gesamtsituation wer für Hobbyseiten sinnvoll? Hobbyseiten mit bestenfalls dreistelligen Aufrufzahlen pro Monat? Warum tun wir uns das als Gesellschaft selber an?

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