Meine Gruppe hat kürzlich Azaril Scharlachkraut kennengelernt. Im Rahmen dessen habe ich eine kleine Rede vorbereitet. Borbarad Xamanoth, preiset seinen Namen!
Seht diesen Ritter des bezwungenen Reiches auf seinem Hengst. Womit hat er seine Rüstung verdient? Mit Arbeit? Mit Tugend? Nein. Mit dem einzigen Verdienst, das keines ist: Er wurde als Sohn seines
Vaters geboren. Das nennen die falschen Kirchen Ordnung.
Ich nenne es beim wahren Namen. Es ist Raub. Raub, der so alt ist, dass die Menschen ihn für Natur halten. Was hielt den Bauern in seiner Furche? Nicht die Weisheit der falschen Götter. Es ist war das Schwert. Immer nur das Schwert. Der Ritter konnte euch schlagen, eure Töchter fordern, euren Zehnten verdoppeln.
Was setzt ihr dagegen? Eure Gebete an jene Götter, die den Ritter auf seinen Thron gesetzt haben und nun über euch beide in stiller Eintracht wachen? Der Herr Borbarad aber, hat die Wahrheit gesehen: Magie ist Gerechtigkeit!
Wenn jeder Bauer eine Flammenlanze auf den Ritter richten kann, dann tritt der Ritter mit anderen Worten an die Tür. Dann verhandelt er. Dann bittet er. Dann erinnert er sich, dass auch unter dem Bauernkittel ein Mensch sitzt, der Würde verdient. Nicht die Nächstenliebe macht die Welt besser.
Die Nächstenliebe predigen die Mächtigen immer dann, wenn sie die Ohnmacht der Schwachen benötigen. Darum ist es Sünde, die Magie in den Händen weniger zu lassen. Die Gilden haben daraus ein Handwerk gemacht, das man kaufen muss. Die Kirchen ein Wunder, das man verdienen muss. Der Adel ein Privileg, das man erben muss.
Borbarad zerriss diesen Vertrag! Die Kraft gehört dem, der sie trägt! Und sie soll in allen ruhen!
Borbarad Xamanoth, gepriesen sei sein Name!
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Rechtliche Hürden bei der Erstellung einer Webseite
An sich will ich auf dieser Seite nur positive Dinge schreiben. Rollenspiel. Abenteuer! Aber ich bin gerade ein wenig genervt darüber, was nötig war, um diese Seite guten Gewissens online zu stellen.
Dies ist eine Hobbyseite, ohne Gewinnerzielungsabsicht. Die "Wege der Abenteuer" Karte ist entstanden, weil ich nach Abenteuern um Gratenfels gesucht habe und es eben noch nichts Derartiges gab. Wenn ich es schon erstellt habe, kann ich natürlich auch die Welt daran teilhaben lassen. Wenn ich schon auf die Abenteuer verlinke, dann kann ich auch einen Affiliate-Link draus machen.
Vermutlich werden die Einnahmen aus den Affiliate-Links niemals die Kosten decken. In den 6 Jahren, die die erste Version online war, habe ich sage und schreibe 2,52€ dran verdient. Nicht pro Jahr. Insgesamt. Das Finanzamt würde hier wohl von Liebhaberei reden.
Affiliate-Links müssen als Werbung gekennzeichnet sein.
Da die Seite nicht hinter einem Passwort ist, brauche ich ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Schließlich findet durch Serverlogs eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten statt, egal was die Seite selber macht. Es ist technisch gar nicht möglich, eine Webseite ohne Datenverarbeitung zu betreiben.
Wenn ich Cookies setzen würde, bräuchte ich einen Cookie-Banner, den so oder so vermutlich 99% ungelesen wegklicken würden. Das mich das Cookie-Thema genervt hat, ist übrigens auch der Grund, warum diese Homepage zu 100% aus statischen Seiten besteht.
Braucht es eigentlich noch einen Disclaimer zur Haftung bei Inhalten von Links? Mir irgendwie unklar. 1998 hat es da ein Urteil vom LG Hamburg gegeben, aber aktuell ist das wohl nicht mehr?
Und das Beste: Jeder einzelne dieser Punkte ist Abmahnbar. Und zwar nicht nur durch Leute, die einen nachweisbaren Schaden durch mein Handeln haben. Keine einzige Umsetzung wird jemals wohl vor jedem Amtsgericht Deutschlands Bestand haben. Geschichten zu merkwürdigen Urteilen in erster Instanz gibt es gerade im Umfeld der IT zu genüge. Aber selbst wenn meine Umsetzungen vor jedem Gericht Deutschlands standhalten würden, wer bezahlt mir den Anwalt, um das durchzusetzen?
Findet diese Gesamtsituation wer für Hobbyseiten sinnvoll? Hobbyseiten mit bestenfalls dreistelligen Aufrufzahlen pro Monat? Warum tun wir uns das als Gesellschaft selber an?